Auf den Spuren von Max Liebermann. Oder: Das achtsame Reisen

In André Hellers wunderbarem Roman „Das Buch vom Süden“ gibt der Lehrmeister seinem Schüler als eine der drei „Säulen des Lebens“ mit: „SO VIEL DANKBARKEIT WIE MÖGLICH“. – Ja, von Herzen dankbar bin ich nicht zuletzt dafür, in einer Zeit und einem Umfeld leben zu dürfen, in dem Reisen beinahe schon zur Selbstverständlichkeit gehört. „Auf den Spuren von Max Liebermann. Oder: Das achtsame Reisen“ weiterlesen

9 1/2 Jahre. 873 Dinners. the Dining Room’s Story (5. und letzter Teil)

Den Spruch im Beitragsbild habe ich ausgerechnet im Januar dieses Jahres auf die Tafel im Genussatelier gemalt. Eine liebe Freundin hat ihn mir gewidmet. Im Laufe des Jahres hat er mir dann manchmal – wenn ich am Weg zum Weinkeller daran vorbeiging – einen Stich versetzt. Denn mein Zweifeln und Hadern stand viele lange Wochen ganz im Gegensatz zu solcher Begeisterung und Lebensfreude.

Heute hält dieses Zitat die unübersehbare Stellung in einem Haus, das (beinahe) leergeräumt ist. Das auf seine neuen Besitzer wartet, die, wie ich glaube, die Fackel der Lebensfreude weitertragen werden.

Indem ich meinem Leben eine neue Wendung gab, habe ich den Faden der Begeisterung wiedergefunden. Mit großer Freude und Dankbarkeit blicke ich nunmehr auf 32 Jahre in diesem Haus zurück, davon nicht weniger als beinahe 10 als the-Dining-Room-Gastgeberin.

Aber noch fehlen in dieser Story (nach Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4) die letzten beiden Jahre … „9 1/2 Jahre. 873 Dinners. the Dining Room’s Story (5. und letzter Teil)“ weiterlesen

9 1/2 Jahre. 873 Dinners. the Dining Room’s Story (Teil 4)

Die beiden Dinners kommende Woche werden die unwiderruflich letzten sein. Dank der Wertschätzung meiner Gäste ist es ein Abschied mit fliegenden Fahnen, dafür bin ich von Herzen dankbar. Hier, in meinem neuen Weblog, lasse ich aus sehr persönlicher Sicht nochmals viele schöne, schwierige, nervenaufreibende, spannende, unvergessliche Momente Revue passieren. Die vorletzte Folge befasst sich mit einem Jahr, dessen Dramaturgie beinahe filmreif war. Das vielleicht schwierigste – und doch – schönste Jahr.

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9 1/2 Jahre. 873 Dinners. the Dining Room’s Story (Teil 3)

Drei Dinners noch. Sehr herzlich ging’s wieder am vergangenen Freitag zu, volles Haus, zahlreiche langjährige Stammgäste, viele gute Gespräche. Und bei uns – Irene und mir – in der Küche ist der Schmäh gerannt. Das sind immer die besten Abende, wenn sich viel positive Energie von der Küche ins Speisezimmer, und umgekehrt, überträgt.

Es tut mir echt gut, diesen Rückblick zu gestalten, vieles nochmals Revue passieren zu lassen. Danke für Ihre/Deine Begleitung!

Nach Teil 1 und Teil 2 nun zum 3. Teil, ins Jahr 2012!

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9 1/2 Jahre. 873 Dinners. the Dining Room’s Story (Teil 2)

Danke für das große Interesse an meiner the-Dining-Room-Story, Teil 1! So viele Zugriffe! Das freut mich riesig. Na dann, zurück ins Jahr 2008 … „9 1/2 Jahre. 873 Dinners. the Dining Room’s Story (Teil 2)“ weiterlesen

9 1/2 Jahre. 873 Dinners. the Dining Room’s Story (Teil 1)

Noch vier Dinners. Ich bin ja nicht so unbedingt der sentimentale Typ, blicke vielmehr meist nach vorn. Aber ich mag Inszenierungen, denn sie bereiten – nach meinem Empfinden – den Weg zum Genuss des Augenblicks. (Ohne diese Vorliebe wäre Gastgeben wohl auch gar nicht denkbar.) Dazu gehört für mich auch noch das Geschichtenerzählen (oder doch besser: Geschichtenschreiben?), meine Leidenschaft. Ja, die Geschichte des Hauses, mein recht unkonventioneller Lebensweg, die Stories rund um die Menüs, all dies hat einfach zum Dining Room dazugehört. Darum möchte ich den Abschied von diesem spannenden, emotionalen, demütig machenden, kräfteraubenden, verrückten, mit einem Wort: wunderbaren Lebensabschnitt ein wenig inszenieren – und als kleine Bildgeschichte festhalten. Vieles habe ich bereits in meinen beiden Büchern geschrieben. Doch heute, am Ende des dramaturgischen Spannungsbogens, ist die Perspektive nochmals eine andere. „9 1/2 Jahre. 873 Dinners. the Dining Room’s Story (Teil 1)“ weiterlesen

„Best of“ Rote Rübe

Bevor die the-Dining-Room-Website offline geht, habe ich vorsorglich viele Texte gesichtet – und gesichert. Dabei fiel mir das folgende Posting in die Hände. Es hat insofern Aktualität, als ich dieses Rezept derzeit im (vorletzten) Menü als Vorspeise serviere, ergänzt durch Büffelmilch-Mozzarella. Das Foto oben zeigt das beinahe fertige Mise-en-place (das Pistazienöl fehlt noch) in der the-Dining-Room-Küche, bevor die Gäste eintreffen.

Ich habe im Laufe der Jahre viel mit Roter Rübe experimentiert, diese Kombination ist meiner Meinung nach die allerbeste. Viel Vergnügen beim Nachkochen! „„Best of“ Rote Rübe“ weiterlesen

Sterneküche in der Caffetteria

Ein Hinweis vorweg: Diese Begegnung liegt schon eine Weile zurück. Als ich jedoch vor einigen Wochen bei absolut klarem Wetter in einer Turbopop-Maschine (und daher in geringerer Flughöhe als dies bei Jets der Fall ist) von Florenz nach Wien unterwegs war, sah ich nicht nur Bologna und Venedig so wunderbar von oben, sondern zwischen Grado und Görz auch den markanten Festungsstern von Palmanova. Da dachte ich mir, dass ich bald dorthin zurückkehren will, und auch, dass ich offenbar meinen damals verfassen Text noch gar nicht veröffentlich habe. Schön, dass ich ihn noch gefunden habe – hier ist er. Von der Philosophie her passt er nämlich hervorragend zu „taking my time“ … „Sterneküche in der Caffetteria“ weiterlesen

Eine Loge im Golf von Neapel

Eine  Anmerkung vorweg : Nach beinahe 10 Jahren „the Dining Room“ ist dies nun das letzte (neue) Text-Feature zu einem Dinner. Wie so oft habe ich mich nach dem Sonntagsfrühstück in aller Ruhe und mit großem Genuss an meinen Schreibtisch begeben, um eine Reise oder ein Detail einer Reise nochmals im Kopfkino zu projizieren und zu „Papier“ zu bringen. Denn: Die Philosophie meines kleinen Gastronomie-Projekts wäre ohne dieses „Storytelling“ nicht denkbar gewesen. Ganz offen gebe ich zu, dass mich Lob die Küche betreffend – natürlich – immer riesig gefreut hat. Wirklich von Herzen glücklich war ich jedoch, wenn meine zu den Dinners komponierten Texte Anklang gefunden haben. Wenn Gäste meine Überzeugung und Begeisterung geteilt haben, dass Aromen, Gerichte und Menüs mit Geschichte, mit Erinnerung und letztlich mit interkulturellem Austausch in Verbindung stehen.

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